image slideshow

Volle Breite der Bildungspolitik
24.02.2016 | Kategorie: Bildung |

GEW-Podium zu Bildungspolitik zeigt vor der Landtagswahl 2016 ein enorm breites Spektrum von Positionen



GEW-Landesvorsitzender Klaus-Peter Hammer stellt die bildungspolitischen Positionen vor der Landtagswahl 2016 vor - und die Frauen, die sie für CDU, FDP, SPD, GRÜE und LINKE vertreten

GEW-Landesvorsitzender Klaus-Peter Hammer stellt die bildungspolitischen Positionen vor der Landtagswahl 2016 vor - und die Frauen, die sie für CDU, FDP, SPD, GRÜE und LINKE vertreten

Demografischer Wandel, kostenfreie Bildung, länger gemeinsam lernen? GEW-Landesvorsitzender Klaus-Peter Hammer fühlte den Wahlprogrammen von CDU, FDP, SPD, GRÜNE und LINKE am Dienstag gründlich auf den Zahn. Seinen fünf Gästinnen gab er jeweils nur 2-3 Minuten Zeit, sich zu Großthemen wie Inklusion, Schulstruktur und Zuwanderung zu positionieren. Diese Herausforderungen bewältigten nicht alle Kandidatinnen gleichermaßen erfolgreich, was auch an der unterschiedlichen Güte der Programme liegen mag.

Während Bettina Brück (SPD) sich für die exakte Fortsetzung der derzeitigen Bildungspolitik (auch bei der Lehrerbildung oder der Versorgung des ländlichen Raums) einsetzte, trauerten die Vertreterinnen von CDU und FDP der alten Realschule nach. Einzig GRÜNE und LINKE positionierten sich bildungspolitisch progressiv und prangerten einen Mangel von Bildungsgerechtigkeit an. Beide machten sich entsprechend für die Verlängerung gemeinsamen Lernens stark. Ruth Ratter forderte zudem eine konsequentere Umsetzung der Inklusion im Bildungswesen (in Form von binnendifferenziertem, zielungleichem Unterricht) sowie mehr Demokratiepädagogik und Mitbestimmungsmöglichkeit in der Schule. Brück pochte darauf, dass die Schulstrukturreform erfolgreich abgeschlossen sei, während Ratter an den Anmeldezahlen festmachte, dass die IGS im ganzen Land noch "unterrepräsentiert" sei. 

Experten kritisierten die Veranstaltung im Nachgang zwar als zu oberflächlich und zeigten sich über die unterlassene Korrektur von Falschbehauptungen durch Kandidatinnen irritiert. Neueinsteiger*innen und politisch Interessierten half die Veranstaltung aber zu verstehen, dass die Bildungspolitik von Rheinland-Pfalz vor großen Richtungsentscheidungen steht.